CHAPTER ANDREA ALTON
  • Andrea Alton

Ein Podcast als PR- und Kommunikationskanal: Maggie von Stahlpink erzählt


Podcasts – ja ich liebe sie. Ich bin mittlerweile ein ziemlicher Fan zahlreicher Kanäle und so stolperte ich vor einigen Wochen über eine megamutige Lady, die ein spannendes Projekt gestartet hat: Maggie ist mit ihrem Online-Shop „Stahlpink“ frischgebackene Selbstständige und hat dazu einen inspirierenden Podcast ins Leben gerufen. Er nennt sich #megamutig und Maggie erzählt in den wöchentlichen Folgen, wie sie das erste Jahr ihrer Selbstständigkeit meistert. Ein praktisch eigener Radiosender als Teil der Markenkommunikation, als Storytelling-Aktion? Natürlich! Aber nun überlasse ich Maggie den Redestab, sie erzählt, wie Stahlpink entstanden ist, wie sie ihre Idee erfolgreich über ihre Socials vermarktet plus dabei nebenbei PR betreibt und was der Podcast an Kommunikationsmöglichkeiten bereithält. Schnappt Euch euer Popcorn, es wird spannend!


1. DU HAST VOR KURZEM DEN MEGAMUTIGEN SCHRITT GEWAGT, DICH SELBSTSTÄNDIG ZU MACHEN. WAS WAR DER AUSLÖSER, DASS DU ES ANGEGANGEN BIST?

Um ehrlich zu sein war der Auslöser eine heftige Sinnkrise, die ich nach einem unerwarteten Todesfall hatte. Ein lieber Mensch aus meiner Familie ist im Teenageralter unerwartet gestorben und neben all der Trauer um diese Person habe ich mich gefragt, was der Sinn im Leben sein soll. Ich glaube viele Menschen stellen sich früher oder später genau diese Frage. Bei mir war das vor anderthalb Jahren.

Ich habe für mich herausgefunden, dass das Leben so viel Sinn hat, wie wir ihm geben. Und das bedeutete für mich, dass ich nach Wegen gesucht habe, glücklich zu sein – was in meinem damaligen Job einfach nicht möglich war. Und irgendwann wurde der Leidensdruck so groß, dass ich mich umgeschaut habe. Ich mache viele unterschiedliche Dinge gerne. Gestalten, schreiben, fotografieren. Nach der Lektüre von verschiedenen Büchern rund um das Thema Selbstständigkeit und inspirierende Biografien von starken Frauen habe ich mich dazu entschlossen, mein eigenes Ding zu machen. Und das war „stahlpink“. Den Blog dazu habe ich im März 2017 Jahres gestartet und seit September bin ich selbstständig.


2. WOHER KOMMT EIGENTLICH DEIN NAME „STAHLPINK“? (ICH PERSÖNLICH BIN JA EIN ECHTER FAN DAVON!! :))

Es ist eine Mischung aus weiblich und stark. Was sich keineswegs ausschließt. Mich fasziniert besonders der Bereich Female Empowerment und das sollte im Namen deutlich werden. Dafür wollte ich einen deutschen Namen. Englisch klingt zwar oft cooler, aber ich wollte ja deutsche Frauen ansprechen und es sollte echt und nicht so abgehoben klingen. So habe ich mit verschiedenen Wortkombinationen zu den Themen „weiblich“ und „stark“ herum experimentiert. Ich ging dabei zunächst bewusst sehr klischeehaft vor, deshalb ging es erst mal in die Richtung von Blumen. Dazu suchte ich ein starkes, technisches Wort zum Kombinieren. Roboterranunkel z.B. oder Stromnelke war die wohl kreativsten Outputs. Stahlpink hat sich dann einfach richtig angefühlt.

3. DU VERKAUFST SCHMUCK UND PAPETERIE. PRODUKTE, DIE ALLE AUSSAGEN, WIE MUTIG UND WUNDERBAR WIR (FRAUEN) SIND. WIE BIST DU AUF DIESE IDEEN GEKOMMEN, WAS ODER WER HAT DICH INSPIRIERT?

„Mega“ ist ein Wort, das ich mich fasziniert und mit dem ich viel verbinde. Es lässt mich an Superhelden denken, an Helden mit einem wunderbar bunten Emblem auf der Brust. Die keinen Zweifel haben, mega zu sein. Genau das will ich mit der Kollektion vermitteln: jeder hat einen eigenen kleinen mega-Superhero in sich. Auch wenn wir manchmal daran erinnert werden müssen. Die mega-Produkte habe ich gestaltet, als ich in einer Krise war. Ich war ständiger Kritik ausgesetzt, hatte viel von meiner Leichtigkeit und Kreativität verloren. Das alles wollte ich zurückholen und mir beweisen, dass ich immer noch Produkte gestalten kann, die farbenfroh und humorvoll sind, genauso wie ich es eigentlich auch bin. Also habe ich die Produkte eigentlich für mich gemacht, aber natürlich auch für alle anderen Mädels, die sich manchmal etwas verloren fühlen. Zweifel sollen keine Chance haben. Es ist immer noch unsere eigene innere Einstellung, die uns antreiben, aber auch bremsen kann. Und kleine Reminder, dass wir einfach, naja, mega sind, lässt uns innerlich hoffentlich den Superhelden-Modus einschalten. Und ja, ich habe natürlich auch Vorbilder, die mich immer wieder durch ihre Power ermutigen: zum Beispiel die Ladies der Podcasts „Being Boss“ und die liebe Nathalie von „Startup-Schule“.


4. ZUSAMMEN MIT DEINER SELBSTSTÄNDIGKEIT HAST DU EINEN PODCAST GESTARTET. MÖCHTEST DU KURZ ERZÄHLEN, WIE ES DAZU KAM UND WORUM ES DA GEHT?

Das Konzept dahinter ist, dass ich meine Zuhörer ein Jahr lang auf meinen Weg in die Selbstständigkeit mitnehme. Jede Woche gibt es eine neue Episode, in der ich ganz kurz erzähle, was mich beschäftigt und wie die Woche war. Das sind Erfolgserlebnisse, aber auch schwierige Dinge, die ich dabei anspreche. Warum es ein Podcast wurde? Na ja, einen eigenen „Radio-Kanal“ finde ich deshalb super, weil man ihn nebenbei hören kann, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, im Haushalt usw. Viel Wissen kann so weitergegeben werden, ohne dass es für den Hörer aufwendig oder sehr zeitraubend ist. Auf meinem Plan stand übrigens auch einmal ein Youtube-Auftritt, aber ich habe schnell gemerkt, dass ich keine Kamerasau bin. Außerdem habe ich hohe ästhetische Ansprüche, ich wäre vermutlich Jahre an einem Video gesessen, bis ich zufrieden gewesen wäre.

5. DEINEN PODCAST FINDE ICH DESHALB MEGAMUTIG, WEIL ES MEHR EIN SEHR EHRLICHES TAGEBUCH ALS EINE „EIGENLOB-HYMNE“ IST. SO VIEL PERSÖNLICHKEIT UND INTIMITÄT GEBEN WENIGE PODCASTER VON SICH PREIS. WAR DIES ZU BEGINN EINE HERAUSFORDERUNG FÜR DICH?

Ich stelle mir eigentlich bei jeder Folge vor, dass ich einfach einer sehr lieben, interessierten Freundin, die sich auch selbstständig machen möchte, erzähle, was so in meiner Woche passiert ist. Deswegen entsteht schon eine gewisse Art der Intimität, das stimmt. Manchmal ist es schon eine Herausforderung, wenn ich mir vorstelle, wer sich das alles anhören könnte. Aber das blende ich meistens aus. Und ich bin auch ehrlich bei Dingen, die blöd laufen, wo ich Mist baue. Einfach um auch mit anderen in den Dialog treten zu können. Und ich glaube es wäre doch sehr langweilig, nur das Positive zu zeigen. Ein bisschen „daily drama“ gehört ja dazu! :) ich will damit Mut machen, Perfektionismus ist in meinen Augen gar nicht nötig.

6. IST ES GENERELL SCHWIERIG (AUCH TECHNISCH GESEHEN), EINEN EIGENEN PODCAST ZU STARTEN? UND WIE INTENSIV IST DIE VORBEREITUNGSZEIT FÜR JEDE FOLGE?

Aller Anfang ist schwer, klar, da war es schon eine Herausforderung. Ich habe auch immer noch nicht alles genau so wie ich es möchte. Wenn irgendwer mir sagen könnte, wie ich die Folgenbeschreibung bei iTunes ändern könnte, wäre ich sehr dankbar (an dieser Stelle gerne an die liebe Maggie schreiben, wenn Ihr mehr wisst– hi@stahlpink.de). Ich bin bei der Einrichtung von Podcasts also absolut keine Expertin, aber die gibt es ja zum Glück da draußen. Ich habe z.B. den Blog Podcast-Helden von Gordon Schönwälder gewälzt. Da gibt es Beschreibungen, wie man alles gut technisch aufsetzt und auch Tipps zu geeigneten Mikros usw. Darauf habe ich mich komplett verlassen und es hat wunderbar geklappt. Ansonsten ist der Aufwand für meinen Podcast gering. Ich erzähle ja, was ich so erlebe und schreibe meistens schon in der Woche mit, das passiert wie nebenbei. Daraus entsteht meist ein Überthema, über das ich dann berichte. In der Zukunft sind auch Interviews geplant, das wird dann sicherlich aufwendiger.


7. WIE IST DAS FEEDBACK AUF DEN PODCAST? WÜRDEST DU DIESEN KOMMUNIKATIONSWEG WEITEREMPFEHLEN?

Das Feedback ist bisher großartig! Ich bekomme ganz liebe Nachrichten von Zuhörern, die sich durch meinen Weg ermutigt fühlen. Oder von Frauen, die schon selbstständig sind und sich wiedererkennen. Das freut mich natürlich extrem, das ist immerhin die Intention hinter dem Podcast. Als Kommunikationsweg ist der Podcast momentan ja ein ziemlicher Trend, es gibt sehr viele Podcasts und das Tolle ist, dass man sie eben nebenbei konsumieren kann. Podcasts sind also ideal für Vielbeschäftigte, aber wissbegierige Menschen. Der einzige Nachteil: leider ist es doch sehr einseitig, ein Monolog. Wer mir da nun genau zuhört, das bekomme ich gar nicht mit.

8. NEBEN DEM PODCAST HAST DU JA NOCH INSTAGRAM, PINTEREST UND DEN BLOG – ALLES KANÄLE, UM DIE KUNDEN ZU ERREICHEN. WELCHES SOCIAL NETWORK FUNKTIONIERT FÜR DICH AKTUELL AM BESTEN UND WARUM?

Mit dem Blog habe ich angefangen und das ist auf jeden Fall mein Baby. Ich schreibe da wöchentlich einen längeren Text über ein Thema, das mich selbst beschäftigt, z.B. über den Umgang mit Geld, Einsamkeit, Mut usw. Dinge, die ich mit anderen gerne teilen möchte.

Und ich liebe Instagram. Das ist auf jeden Fall mein Favorit. Ich bin ein sehr visueller Mensch, so hatte ich auf dieses Social Network am meisten Lust. Schon lange bevor ich damit angefangen habe, hatte ich mir schon ein Konzept dazu überlegt. Das sind einerseits die Inhalte, aber auch der eher ungewöhnliche Stil, den ich mit den überlappenden Bildern schaffen wollte. Ich war trotz gutem Plan sehr überrascht über die vielen tollen Reaktionen die ich von Anfang an bekommen habe.

Bei Pinterest ist noch nicht so viel passiert, aber ich arbeite dran. Ich finde die Plattform als Suchmaschine genial, deshalb kommt da in Zukunft auch noch mehr.

Facebook hingegen habe ich bewusst weggelassen, weil es dort in meinen Augen mittlerweile viel zu negativ, viel zu werblich zugeht.

9. HAST DU FÜR DEINE SOCIAL NETWORKS EINEN REDAKTIONSPLAN BZW. EINE STRATEGIE ODER LÄSST DU DICH TÄGLICH INSPIRIEREN UND ENTSCHEIDEST AUS DEM BAUCH HERAUS?

Ich habe fünf Themenfelder im Kopf, die ich bedienen möchte, weil sie mich sehr beschäftigen: Motivation, Inspiration, eigener Content (also Bilder von meinen Produkten) und Entspannung. Für Instagram nehme ich mir dann einen Tag in der Woche Zeit und überlege mir, was ich wann posten möchte. So arbeite ich einen Redaktionsplan aus. Ich teile Ausschnitte aus dem Blog, zeige meinen Schreibtisch und woran ich so arbeite. Alles, was mir dazu einfällt, andere Mädels dazu zu inspirieren, ihren eigenen Weg zu gehen. Aus dem Bauch heraus klappt bei mir leider nicht und setzt mich eher unter Druck. Und das mag ich gar nicht, ich möchte alles schön im Vorfeld vorbereitet haben.


10. WAS HILFT DIR IN SCHWIERIGEN MOMENTEN, WENN DU AM LIEBSTEN ALLES HINSCHMEISSEN WÜRDEST? WENN ALLES SCHIEF ZU GEHEN SCHEINT?

Ich habe eigentlich alles gut im Griff, wenn ich jeden Morgen meine Ziele aufschreibe. Ich habe sehr viele, und so bin ich megamotiviert, so viel wie möglich umzusetzen. Vor meinem geistigen Auge ist alles schon so real, aber nur wenn man große Träume hat, geht man über seine Grenzen. Bei einem echten Motivationstief frage ich mich: „was könnte noch kommen?“ Dann stelle ich mir vor, wie ich vor 5 Jahren war und bemerke, dass sich so viel getan hat. Damals hätte ich dies alles nie geschafft. Diese bereits gemachten Schritte lassen mich zuversichtlich bleiben.

11. WAS RÄTST DU MENSCHEN, DIE NOCH ZWEIFELN, OB SIE SICH SELBSTSTÄNDIG MACHEN SOLLEN? KANN ES JEDER SCHAFFEN, WENN ER NUR GENUG MUT, WILLE, PASSION UND DURCHHALTEVERMÖGEN MITBRINGT?

Also für mich war es der absolut richtige Schritt. Ich denke, wenn man eine Idee hat, für die man brennt, dann ist es eine echte Bereicherung. Man muss sein Projekt aber wirklich lieben, denn es ist vor allem am Anfang eine „One Woman Show“, also man ist für alles verantwortlich. Ein wenig Erfahrung im Bereich Design, Marketing und Business ist definitiv von Vorteil, aber der Dreh- und Angelpunkt bleibt die Passion. Man kann Vieles eigenständig erlernen. Man muss es nur genug wollen.

Danke Maggie für den schönen Austausch und die vielen Einblicke, die Du uns gewährt hast. Besucht die tolle Dame unbedingt auf ihrer Seite, auf Instagram und Pinterest und lasst Euch von ihrem Mut mitreißen. Plus nicht vergessen: Podcast downloaden und sich inspirieren lassen!

Liebe Grüße,

Eure PR-Beraterin, wenn es darum geht, die PR selbst in die Hand zu nehmen.


Andrea Alton – Deine PR kannst Du ganz einfach selber machen!

Ob Du nun als Selbstständige/r, Gründer/in oder Startup die Businessbühne betrittst – PR, sprich Pressearbeit ist das A und O, wenn es darum geht, mit Deiner Idee erfolgreich Deine zukünftigen Kunden und Fans zu erreichen. Das Beste daran: effektive PR-Arbeit kannst Du mithilfe meiner Tipps und Tricks ganz einfach selbst erledigen, ohne dafür die Brieftasche zu strapazieren.

Bei Fragen melde Dich gern unter info@andrea-alton.com.

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